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Infos zu Streichinstrumenten


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Bau eines Streichinstrumentes

Möchten Sie mehr über Streichinstrumente wissen, stellen Sie Ihre Frage doch mal in unserem Forum, dort können Sie sich mit anderen Streichern austauschen und erhalten auch kompetente Antworten von uns!


Winterprobleme

Saitenkunde

Der Steg

Kleine Saitenkunde

Wir baute Stradivari eigentlich seine Instrumente?

FAQ

Mein Bogen haart und greift nicht mehr

Wirbelleiden schlägt auf die Stimmung

Mein Instrument glänzt nicht mehr

Hilfe, meine Geige klappert

Mein Griffbrett ist abgefallen

Unerklärliche Lackbeschädigungen

Mein Bogen lässt sich nicht mehr spannen

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Öffnungszeiten

Schwerin An folgenden Tagen haben wir in Schwerin geöffnet:

Montags: von 10 - 18 Uhr

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Freitags: von 9 - 18 Uhr

Mittagspause an allen Tagen von 13 - 14 Uhr.

Lübeck

Wir haben von Mo.- Fr. von 14 - 18 Uhr geöffnet, sowie nach Terminabsprache

Geigenbaumeister Haat- Hedlef Uilderks und seine Mitarbeiter hoffen auf eine gute Annahme dieser Zeiten und versprechen weiterhin eine kompetente und erstklassige Beratung und Arbeit.

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Regelmäßige Infos

Lübeck/Schwerin Durch diese Infos wollen wir allen an Streichinstrumenten interessierten Lesern Informationen zu folgenden Themen bieten:

  1. Infos zum Bau von Instrumenten
  2. Tipps zur Pflege von Geige, Bratsche und Co.
  3. Vermittlung von Sachkenntnis zur Bewertung von Reparaturen
  4. Bau eines Streichinstrumentes

Teil 1 Holzauswahl

Im Geigenbau dürfen nur alte, abgelagerte Hölzer Verwendung finden. In der Regel reichen circa 10 Jahre, wobei ein längere Zeit von Vorteil ist.

Für den Korpus werden vorwiegend zwei Holzarten verarbeitet:

Alle Hölzer sollten natürlich abgelagert und nicht künstlich getrocknet werden .

Probleme des Winters

Der kalte Winter und die dadurch entstehende trockene Heizungsluft machen den Instrumenten so zu schaffen, dass Risse und offene Instrumente zu den häufigsten Reparaturen in den Wintermonaten zählen.

Die Luftfeuchtigkeit in geheizten Räumen geht mitunter unter 20% zurück. Da Geigen diese extreme Bedingung nicht mehr ausgleichen können, löst sich entweder die Leimverbindung zwischen Zarge und Decke bzw. Boden, was nicht so tragisch ist. (von Klappergeräuschen einmal absieht). Wenn diese Verbindung aber zu fest ist, kommt es zu Rissen in Decke und Boden, was immer aufwendige und kostenintensive Reparaturen nach sich zieht.

Folgende Tipps kann ich anbieten:

Sollte sich irgendwo ein Riss oder eine offene Stelle zeigen, gehen Sie möglichst umgehend zu Ihrem Geigenbaumeister, der zu verhindern weiß, dass der Schaden größer wird.

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Bau eines Streichinstrumentes

Teil 2 Aufbau

Die Innenform

Mit einer Innenform werden viele Instrumente gebaut . Sie kann immer wieder verwendet werden. Die Innenform entspricht dem Umriss der Zargen und weist sechs Klotzausschnitte auf. Die darin angehefteten Klötze werden dem Umriss entsprechend abgestochen und dienen der Befestigung der Zargen.

Die Zargen sind dünn gehobelte Brettchen (bei der Geige etwa 1mm) , die mit einem Biegeeisen heiß und feucht gebogen werden. Das Profil des Eisens entspricht dem Mittelbügel des Instrumentes . Es wurde früher mit Glut und wird heute elektrisch erhitzt . Die Zargen werden entsprechend der Innenform gebogen und an die Klötze geleimt.

Der Steg


Steg

Stegrohling

Der Steg ist das erste Bestandteil, welches die Schwingungen von der Saite auf den Korpus des Instrumentes überträgt. Daraus leitet sich schon seine große Wichtigkeit für den Klang eines Instrumentes ab. Für den Steg nimmt man abgelagerten Ahorn mit deutlicher Maserung (s.Abb.). Durch gezielte Auswahl von hartem oder weicherem Holz kann der erfahrene Geigenbauer den Klang eines Instrumentes verbessern.

So passt zu einem scharf klingenden Instrument eher ein weicheres Holz mit höheren Dämfungseigenschaften.

Ganz wichtig ist die hundertprozentige Paßgenauigkeit der sog. Stegfüße auf die Decke. Ist diese nicht gewährleistet, kommt es zu Störungen in der Schwingungsübertragung.

Die Form der Ausschnitte , die Holzdicke an den verschiedenen Stellen des Steges geben dem Fachmann/frau Möglichkeiten zu weiteren Klangkorrekturen. Überprüfen Sie selbst immer die Lage des Steges. Er sollte möglichst genau zwischen den Kerben der f-Löcher stehen und von der Seite gesehen senkrecht ( mit der zum Saitenhalter zeigenden Seite) zum Zargenkranz stehen. Durch das viele Stimmen neigt der Steg dazu, sich zu verziehen, daher sollte ca. 1 mal die Woche die Position überprüft und ggf. korrigiert werden (wie, zeigt Ihnen Ihr Geigenbaumeister).

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Wirbelleiden und die Stimmung

Immer wieder passiert es: entweder ein Wirbel sitzt so fest, dass er sich kaum bewegen lässt oder er rutscht, dass die Stimmung in den Keller sinkt. Ein gut funktionierender Wirbel muss zunächst einmal einige Voraussetzungen erfüllen:

Dazu einige Tipps:

Lesen Sie doch auch, was andere Musiker zu diesem Thema zusagen haben: In unserem Forum plagen sich auch Leidensgenossen, aber es wird ihnen geholfen. Diskutieren Sie doch mit!

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Leserfragen

Sollten Sie Fragen zum Thema Streichinstrument haben, schreiben Sie uns, wir können Ihnen sicher helfen. Auch wenn Sie Tipps und Anregungen haben oder vielleicht auch einen interessanten Artikel zum Thema Instrument und Musik

(vielleicht haben Sie einen Geheimtip für eine neue CD ect.),lassen Sie es uns wissen. Fragen stellen

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Bau eines Streichinstrumentes

Teil 3 Der Boden

Boden einer Viola

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Hilfe, mein Bogen haart und greift nicht mehr !

Wenn man das Gefühl hat, dass immer mehr Kolophonium nötig ist, um die Saite zum Schwingen zu bringen, liegt es meistens daran, dass die Haare abgespielt sind.

Unter dem Mikroskop kann man am Bogenhaar deutlich kleine Schuppen erkennen, die dann in Verbindung mit dem Kolophonium die Saite zum Schwingen anregen. Je nach Spieldauer und Intensität werden diese Häkchen durch die mechanische Reibung abgenutzt. Selbst wenn noch alle Haare vorhanden sind, der Bogen muss neu behaart werden.

Die Behaarung eines Bogens erfordert äußerste Sorgfalt. Die Wandstärke am Kopf des Bogens und am Frosch ist sehr gering und verträgt keine zusätzliche Belastung. Die Bogenhaare werden nach dem Zusammenbinden nur mit Holzkeilen in den dafür vorgesehenen Kästchen am Frosch und Kopf festgehalten. Diese Holzkeile werden nicht eingeleimt und müssen sehr genau eingepasst werden.

Schlecht passende Keile bergen nicht nur die Gefahr, dass alle Haare auf einmal herausfallen können, sondern, dass im schlimmsten Fall Kopf und Frosch reissen. Das kann ggf. die Zerstörung des Bogens bedeuten. Deshalb vertrauen Sie Ihren Bogen nur dem versierten Geigenbauer an. Wenn Sie den Bogen mit den neuen Haaren zurückbekommen, begucken Sie sich ruhig mit kritischem Blick die gefährdeten Stellen und weisen Sie sofort auf evtl. Mängel hin.

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Bau eines Streichinstrumentes

Die Decke

Meine Geige glänzt nicht mehr

Tipps zur Behandlung von Lack auf Geige und Bögen:

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Kleine Saitenkunde

Man unterscheidet im Prinzip vier Arten von Saiten:

Welche Saite für welches Instrument ?

Es lässt sich keine generelle Aussage über die Zusammenstellung von Saiten sagen. Für jedes Instrument müssen Saiten probiert und optimal aufeinander abgestimmt werden.

Jeder der o.a. Saiten hat Ihre Vor- und Nachteile:

Gerne können Sie bei uns eine unverbindliche "Saitenberatung "bekommen . Oft haben wir sogar Probiersaiten , die kostenlos getestet werden können.

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Bau eines Streichinstrumentes

Teil 4 Der Hals

Hilfe, meine Geige klappert!

Oft kommen Kunden, die an Ihren Instrumenten diverse ungewollte Geräusche hören wie Schnarren, Klappern, Sirrtöne etc...

So können Sie zunächst selbst versuchen, deren Ursachen zu finden:

Das Geräusch lokalisieren:

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Leserfragen:

Mein Griffbrett ist abgefallen, was kann und was darf ich machen ?

Beim Spielen bin ich mit dem Bogenfrosch in den Deckenrand gestoßen und habe ein Stück Rand stark beschädigt.

Auf meiner Geige entstehen an der unteren Deckenhälfte immer unerklärliche Lackbeschädigungen.

Mein Bogen lässt sich nicht mehr spannen.

Dafür kann es mehrere Gründe geben:

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Bau eines Streichinstrumentes

Teil 5

Die Lackierung

Vor dem Lackieren wird auf das Instrument eine Grundierung aufgetragen , die das Eindringen des Lackes in die Holzporen verhindert . Die Grundierung schützt darüber hinaus das Holz auch dann noch , wenn der Lack schon abgenutzt ist .

Der Lack muss mehrere Kriterien erfüllen:

Ich benutze einen nur aus Naturprodukten selbsthergestellten Lack, dessen Bestandteile und Zusammensetzung aus einem alten italienischem Lackrezept des frühen 18. Jahrhunderts stammt. Dieser Lack wird in etwa 10 - 16 hauchdünnen Schichten mit einem Pinsel aufgetragen und erreicht in kurzer Zeit seine endgültige Konsistenz .

Unterschiede zwischen der heutigen und Stradivaris Handwerkstechnik

Die Holzbearbeitung unterscheidet sich in keiner Weise und auch das " Innenleben " einer Stradivari ist mit einem heutigen Instrument durchaus vergleichbar. Dazu muss man wissen, dass sich fast alle Instrumente aus der Zeit bis etwa 1820 nicht mehr im originalen Zustand befinden. sind. Sie mussten vielfältige Umbau- oder Modernisierungsarbeiten über sich ergehen lassen und klingen heute bestimmt deutlich anders als zu Stradivaris Zeiten. Die Geigen von Stradivari hatten alle einen kürzeren Hals, der nicht in den Oberklotz eingelassen war, sondern aufgesetzt wurde. Zur Absicherung wurde er vom Korpusinneren zusätzlich mit Nägeln befestigt. Daraus kann man auch noch einen weiteren Unterschied folgern : da eine Absicherung des Halses von der Innenseite des Korpus erfolgte, musste der Hals vor dem Deckeaufleimen aufgesetzt werden. Den Baßbalken machten Stradivari und seine Zeitgenossen sehr viel zierlicher. Der Steg war niedriger und seine Höhe bestimmte allein ein stark keilförmiges Griffbrett. Griffbrett und Saitenhalter wurden furniert, d.h. auf ein leichtes Kernholz wurde eine dünne Schicht Hartholz aufgeleimt. Ein wichtigen Unterschied stellt die Besaitung der Instrumente dar, denn man spielte ausschließlich Darmsaiten. Somit kann man sagen, dass sich in einigen Teilbereichen die Reihenfolge der Arbeitsabläufe geändert hat. Diese Änderungen sind aber heute auch an allen im modernen Konzertbetrieb benutzten Instrumenten aus Stradivaris Zeit eingebaut worden, so dass sich eine Stradivari in erster Linie durch ihr Alter von einem erstklassigen modernen Instrument unterscheidet.

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