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 1 
 am: 12. August 2010, 13:14:09 
Begonnen von szs31184 - Letzter Beitrag von Geigenbaumeister
Hallo,
von Fotos auf den Wert einer Geige zu schließen, ist sehr schwierig.
Nichts desto trotz hat die auf den Fotos zu sehende Geige nichts mit einer italienischen Geige zu tun.
Ich halte sie für eine recht einfache Geige aus dem deutschsprachigen Raum (vermutlich Sachsen)
Von diesen Instrumenten gibt es sehr viele, so dass sie sicher keinen großen Wert haben wird.
Entscheidend wird sein, in welchem Zustand sie sich befindet (1 Deckenriss ist ja gut zu sehen Traurig) und wie sie klingt.
Erfahrungsgemäß lohnt es sich nur, Geld in ein solches Instrument zu stecken, wenn eine "ideelle" Bindung (Instrument von Großvater) und Verwendung in der eigenen Familie vorhanden ist. Für einen Verkauf lohnt einen Investition nicht.
Hier mal ein Bild einer echten Gagliano http://www.beinfushi.com/i-violin8.php
Ich glaube, auch einem Laien wird der Unterschied deutlich.
Grüße aus Lübeck

 2 
 am: 11. August 2010, 22:25:20 
Begonnen von szs31184 - Letzter Beitrag von szs31184
ich hab heute durch zufall dieses forum gefunden und wollte mal unverbindlich nach dem wert meiner geerbten geige fragen bzw obs eine fälschung ist was ja sehr oft der fall sein soll.

zu der geige:

von meinem urgroßvater der musikprofessor war.

in der geige befindet sich ein zettel mit folgender aufschrift FERDINANDUS (oder FERDINANDO) GAGLIANO FILIUS NICOLA FECIT NEAP: und dann eine zahl die ich nicht lesen kann.

ich hab von der geige so gut ich kann fotos aus verschiedenen winkeln gemacht.
für jegliche hilfe bin ich sehr dankbar.
mfg

die bilder:
http://img15.imageshack.us/gal.php?g=dsc00152se.jpg




 3 
 am: 14. Juli 2010, 16:55:48 
Begonnen von Hanshuran - Letzter Beitrag von Hanshuran
Danke, das hört sich doch schon mal nach spannenden chemischen experimenten an im Dienste der kunst versteht sich  Grinsend

freu mich schon drauf, los zu köcheln....

 4 
 am: 14. Juli 2010, 14:52:50 
Begonnen von Hanshuran - Letzter Beitrag von Geigenbaumeister
Hallo,
hier ein paar Internetseiten mit Lackrezepten zum Probieren:
http://www.violins.ca/varnish/violin_varnish_recipes.html
http://books.google.de/books?id=ovXzA-s_QN4C&printsec=frontcover&dq=Violin+varnish&source=bl&ots=MMSCGEbsTV&sig=gkPdl-cuWW72sSSybr0dVYEirm4&hl=de&ei=bLE9TMToKoWJOIqhxaAP&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CDYQ6AEwBA#v=onepage&q&f=false
http://www.scavm.com/Fulton.htm

Ich glaube zum Probieren werden die Rezepte reichen Zwinkernd

Viel Spaß damit und berichte doch mal, wie es weitergeht..


 5 
 am: 14. Juli 2010, 12:52:28 
Begonnen von Hanshuran - Letzter Beitrag von Hanshuran
Hallo

bin neu hier und suche Rezepte für Geigenlacke...

Gefunden als Konkretes Rezept, hab ich bisher nur das:
http://kremer-pigmente.de/Texte/glaspulver_geigenlack.pdf

Ich hab eine Billig Geige, die aber trotz ihrer offensichtlichen Fabrikherkunft recht schön klingt.

Als Lack hat sie einen Akryl Lack, denn ich runtermachen will. er ist mir zu schwer, zu glänzend. Ausserdem will ich die Geige bemalen, mit einem Tribal oder einem Drachen (Bin Künstlerin und Spieledesignerin).

Mein Favorit ist auf jeden Fall ein Öllack der mit verschiedenen Pigmenten eingefärbt auch als Malmitteldienen kann.

Die Rezeptur2 im obigen PDF hört sich schon mal vielversprechend an, aber mehr Rezepte zum testen wären schon nicht schlecht. Ich will erst mal auf Holzstückchen probieren was sich am besten verarbeiten läßt ehe ich irgendwas an meine Geige lasse.

Und ich weiß, das es vermutlich einen Monat oder Läünger dauern wird bis sie mit dem Öllack fertig ist, weil die Trockenphasen ewig dauern Zwinkernd

Im Zuge der Bemalung soll sie selbstverständlich auch bessere Seiten bekommen, wenn ich schon dabei bin Zwinkernd

Da wären auch ein paar Tips nett, ich hab nämlich erst letzte Woche mit dem Geigenspielen angefangen, hab übrigens gleich zwei ganz günstig über Ebay ersteigert... sprich ich kann weiterüben auch wenn ich die eine bearbeite, die zweite ist eine E-Geige zu Freude der Nachbarn Lächelnd

Danke schon mal für die Tipps Lächelnd

Hanshuran


 6 
 am: 01. Juli 2010, 10:41:38 
Begonnen von kleinercellist - Letzter Beitrag von kleinercellist
So, jetzt noch die kurze Rückmeldung, wie es lief:

PERFEKT! Top verpackt und mit einer wirklich ordentlichen und gut gepolsterten Hülle geliefert! Das Cello klingt wirklich gut! Steg sitzt perfekt und Wirbel sitzen optimal, auch optisch überraschend gut und sorgfältig gearbeitet!
Der Cellolehrer ist äußerst positiv überrascht und mein Sohn wollte das kleine Cello nicht mehr anrühren.  Zwinkernd

Darauf zu spielen ist- auch durch die extrem leichte Ansprache- eine Freude.

Das tut es wirklich einige Jahre- ein toller "Puffer" bis das Traumcello kommen kann  Lächelnd

Ach ja- es ist ein Montagnana-Modell, war direkt einfach zu erkennen- wir hatten das kleine zum Vergleich und das hatte eindeutig die Stradivarius-Form! Im Internet sahen die Modelle gar nicht so unterschiedlich aus,sie waren ja nicht nebeneinander abgebildet, aber ein Montagnana ist ja unten im Verhältnis deutlich breiter Grinsend

Vielen Dank noch einmal für die Antworten!
Wahrscheinlich blutet ein Geigenbauerherz ein wenig, wenn man sowas liest- aber ich nehme doch einmal an, es gilt wie so oft:"Irgendwann kommen sie alle!" Vermutlich tut es kein "Billiginstrument" wirklich für immer, wenn man ernsthaft spielen will...zumindest kann ich mir das nicht vorstellen!

Gruß von der Muttereinescellisten



 7 
 am: 23. Juni 2010, 15:20:44 
Begonnen von kleinercellist - Letzter Beitrag von kleinercellist
Hallo nocheinmal,

danke für eure Anregungen! Ich habe beim Abholen des alten Instruments mit dem Geigenbauer gesprochen- er hat einfach gerade kein Instrument in der Preisklasse anzubieten(bis 1000EUR ). Manchmal gibt es ja Instrumente,die in Zahlung gegeben werde, bei einem Neukauf.
 Er hat sich freundlicherweise das Angebot angesehen und meint, es würde seriös klingen. Da wir ja dieses Instrument nicht bei ihm kaufen, haben wir auch auf eine auf eine Beratung bei ihm verzichtet- das fände ich unfair, schließlich kostet es Zeit. Daher meine Fragen hier.

Der Anbieter hat ein Ladengeschäft in einer für uns wirklich zu weit entfernten Stadt, das Cello wird von einem Geigenbauer in der Stadt spielfertig gemacht und mit aufgestelltem Steg versandt. Probespielen ist eigentlich ausdrücklich erwünscht- und eben für die,denen der Weg zu weit ist, wird der Versand mit 14Tage Rückgaberecht angeboten.

 Wir lassen es einfach mal darauf ankommen. Falls wir zurückschicken, bekommen wir das gesamte Geld inkl. aller Portokosten zurückerstattet.

Ich kann ja gerne berichten, wie es ausgeht...

Danke nochmal auch für die ehrlich geäußerten Bedenken. Das ist mir allemal lieber, als unbedarft  ins offene Messer zu laufen!

Gruß von der Muttereinescellistenderdefinitivnichtmehrkleinist  Grinsend




 8 
 am: 23. Juni 2010, 12:51:09 
Begonnen von kleinercellist - Letzter Beitrag von Geigenbaumeister
Hallo,
wenn das Cello nicht spielfertig geliefert wird, würde ich davon abraten, dieses überhaupt auszuprobieren.
Selbst wenn Sie zu einen Geigenbauer zum "Setup" gehen, wovon der in der Regel wenig begeistert sein wird und sich das zurecht auch vernünftig bezahlen lassen wird, sollten Sie vorher mit dem Versender abklären, ob Sie dies mit dem Cello überhaupt dürfen. Sollten sich nämlich "Manipulationen" am Instrument nachweisen (aus welch Gründen auch immer) wird der Versender mit Sicherheit Schwierigkeiten machen.
Wenn das Cello spielfertig kommt, probieren Sie es aus, wenn es nichts ist, können Sie es ohne Angabe von Gründen innerhalb von 14 Tagen zurückschicken. Wenn es klanglich den Vorstellungen Ihres Sohnes entspricht, dann lässt sich wie oben von Amateur schon gesagt, mit Steg und Stimmstock noch einiges herausholen.
Falls es möglich sein sollte, gleich 2 zur Auswahl schicken lassen (evt. verschiedene Modelle)...
Grüße
aus Lübeck und viel Erfolg

 9 
 am: 23. Juni 2010, 12:37:45 
Begonnen von kleinercellist - Letzter Beitrag von Amateur
Hallo Muttereinescellisten,

da der "rumänische Geigenbauer" vermutlich nicht in Ihrer Nachbarschaft wohnt, handelt es sich wohl um ein Versandinstrument. Das wird nicht spielfertig geliefert!

Weil Sie für das Einrichten des Instrumentes (spätestens zum Richten der Stimme) ohnehin einen Geigenbauer brauchen, rate ich dringend, vor(!) der Bestellung persönlich mit einem solchen zu sprechen. Der kann sich auch Ihren Sohn ansehen und Sie dann entsprechend beraten.

Vielleicht hat er dann sogar eine bessere Idee zu dem Thema - auch Geigenbauer haben es gelegentlich mit 11jährigen Jungs zu tun...

Übrigens, im Rahmen dieses "Einrichtens" kann ein Geigenbaumeister am "Sound" des Instrumentes noch so einiges machen. Lassen Sie sich das mal zeigen, Sie werden erstaunt sein. Es kann sogar sein, dass Sie anschließend ein zierlicheres Instrument doch noch in die engere Wahl nehmen.

 10 
 am: 23. Juni 2010, 11:13:44 
Begonnen von kleinercellist - Letzter Beitrag von kleinercellist
Danke! Das ging aber schnell !

Ja, wir würden das Große auch beim Geigenbauer kaufen- wenn wir uns das gerade leisten könnten  Traurig Er (und vor allem seine Hände...) wächst schlicht schneller, als der Inhalt unseres Geldbeutels  Schockiert

Eigentlich dachten wir ja, unser Sohn kann so bis zur Konfirmation ungefähr auf dem geliehenen spielen- das haben wir sehr günstig bekommen für 13EUR im Monat! Mit 14 geht man sicher mit einem teuren Instrument um, wie mit einem rohen Ei- unser 11Jähriger ist zwar kein Rowdy, aber ein bisschen der Typ verträumter Professor- und seine Schul-Ensemble-Kollegen mit den kleinen Geigen auch sehr unvorsichtig mit seinem "Riesen"-Instrument- da fällt dann schonmal einer drüber,weil er "vergisst", dass neben ihm das Cello des Großen liegt ... naja- und die Summe dieser Dinge steht in einem ungünstigem Verhältnis zum Preis eines teuren Instrumentes... da würde auch eine Versicherung nichts dran ändern...

So haben wir uns entschieden, ein Instrument eines rumänischen Geigenbauers auszuprobieren (irgendwie verschließen wir uns noch dem Hype Fernost-Instrumente- auch wenn es da wohl inzwischen wirklich gute gibt) - aber es sollte natürlich einigermaßen den Klangvorstellungen unseres Sohnes entsprechen, der eher den vollen, warmen Klang sucht. Wir können das Instrument nach dem Probespielen zurückschicken- und das ist dann schon den Versuch wert.
Nach Ihrer Beschreibung werden wir eher in Richtung Montagnana gehen- obwohl er so ein Hering ist. Ich hoffe, wir finden ihn dann noch hinter dem Riesenteil  Augen rollen .

Vielen Dank nochmal für die schnelle Antwort!

Ich berichte dann auch gerne,was es tatsächlich geworden ist...

Irgendwann mal- davon trämen wir schon, gar keine Frage!- wird es für ein Trauminstrument vom Geigenbauer reichen  Smiley

Gruß von der Muttereinescellisten

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