NEWS
u.a. Konzerte mit Uilderks-Instrumenten
25.1.2009 for english reader : our website translation
28.5.2010 Lübeck Tanzhaus 20.00 Uhr: Celloproject Eckart Runge, Cello und Jaques Ammon, Piano
27.5.2010 Lübeck Tanzhaus Ilias-Quartett mit Mathias Johansen, Cello
11.5.2010 St. Katharinen Hamburg 20°°
Mozart und Brahms Klarinettenquintett mit Sharon Kam,Isabelle van Keulen, Ulrike-Anima Mathé (Violine)
Volker Jacobsen (Viola) Gustav Rivinius (Violoncello)
10.5.2010 Celloproject Berlin
Sie haben heute abend nichts vor? Berlin Watergate Club Kulturradio präsentiert: Eckart Runge und Jacques Ammon: von Kapustin bis Rachmaninoff. Mehr Infos
Mathias Johansen Cello
DO 04.03.2010 20:00
"Cello Total" mit Yoko Yamada A.Schnittke-Gesellschaft, Hamburg,Max -Brauer-Allee 24
Alfred Schnittke
(1934-1998)
Cellosonate nr.1 (1978)
Edward Elgar
(1857-1934)
Cellokonzert in e-moll op. 85 (1918/19)
22.01.2010 Auslieferung der neuen CD Celloproject Eckart Runge, Cello und Jacques Ammon, piano Russan Soul.
Bestellungen sind absofort hier möglich. Eine erstklassige CD mit zu Herzen gehenden Stücken von Nikolai Kaspustin und Segei Rachmaninoff
9.11.2009
Diplomprüfung Viola mit Yulia Smirnova
u.a.Brahmssonate
Kammermusiksaal Beginn 20.00 Uhr
8.11.2009
Mathias Johansen
Elgar Cellokonzert Laeiszhalle, Hamburg
Beginn 11.00 Uhr
1.11.2009
Artemis Quartett spielt Beethoven im Kolloseum in Lübeck
Beginn 19.30
16.7.2009 18.05 Uhr Bayern 4 Klassik Radio
Schwetzinger Festspiele
ARTEMIS QUARTETT
Franz Schubert:
Streichquartett g-Moll, D 173
Jörg Widmann:
Streichquartett Nr. 2
("Choralquartett")
Franz Schubert:
Streichquartett d-Moll, D 810
("Der Tod und das Mädchen")
Aufnahme vom 8. Mai 2009
14.06.2009 9.15 - 10°° Uhr
SWR Fernsehen Faszination Musik
Artemis Quartett auf den Schwetzinger Festspielen 2004 mit Interviews der Musiker
Ludwig van Beethoven: Streichquartett f-moll op. 95
György Ligeti: Streichquartett Nr. 1 „Métamorphoses nocturnes“
12.5.2009 NDR 3 Kultur 19.30
Artemis-Quartett : Beethoven op.18 Nr.4
Auf den diesjährigen Schwetzinger Festspielen können Sie mehrere Uilderks-Instrumente hören:
2 Celli( Eckart Runge, Artemis-Quartett, John Myerscough, Doric String Quartet) und Volker Jacobsen(Viola) mit dem Faust Quartett
31.5.2009 Sonntag 11°° Jagdsaal
FAUST QUARTETT
VOLKER JACOBSEN Viola
Johann Sebastian Bach
Fünf vierstimmige Fugen für Streichqartett KV 405 aus „Das wohltemperierte Klavier“, zweiter Teil, bearbeitet von Wolfgang Amadeus Mozart
Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquartett e-moll op. 44 Nr. 3
Johann Sebastian Bach
Vier Contrapunctus aus „Die Kunst der Fuge“ BWV 1080, Fassung für Streichquartett
Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquintett B-dur op. 8
10.5.2009 Sonntag 19°°Uhr Mozartsaal
ARTEMIS QUARTETT
JÖRG WIDMANN Klarinette
Jörg Widmann
Streichquartett Nr. 1
Wolfgang Amadeus Mozart
Quintett für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violoncello A-dur KV 581, „Stadler-Quintett“
Franz Schubert
Streichquartett G-dur D 887
10.5.2009 Sonntag 11°°Uhr Jagdsaal
KIT ARMSTRONG Klavier
DORIC STRING QUARTET
Johann Sebastian Bach
15 Sinfonien für Klavier BWV 787 bis BWV 801
Johann Sebastian Bach
Partita für Klavier Nr. 4 D-dur BWV 828
Felix Mendelssohn Bartholdy
Vier Contrapunctus aus „Die Kunst der Fuge“ BWV 1080, Fassung für Streichquartett
Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquartett Nr. 5 Es-dur op. 44 Nr. 3
9.5.2009 Samstag 20°° Mozartsaal
ARTEMIS QUARTETT Komponistenporträt Jörg Widmann II - „Im Sog der Klänge“
Franz Schubert
Quartettsatz c-moll D 703
Jörg Widmann
Streichquartett Nr. 4
Jörg Widmann
Streichquartett Nr. 3, „Jagdquartett“
Franz Schubert
Streichquartett a-moll D 804, „Rosamunde“
8.5.2009 20°° Uhr Mozartsaal
ARTEMIS QUARTETT Komponistenporträt Jörg Widmann I - „Im Sog der Klänge“
Franz Schubert
Streichquartett g-moll D 173
Jörg Widmann
Streichquartett Nr. 2, „Choralquartett“
Franz Schubert
Streichquartett d-moll D 810, „Der Tod und das Mädchen“
13.2.2009 Deutschlandradio Kultur
Artemis-Quartett Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 26.01.2009
Jörg Widmann
I. Streichquartett
Wolfgang Amadeus Mozart
Klarinettenquintett A-Dur KV 581 Jörg Widmann, Klarinette
Franz Schubert
Streichquartett Nr. 15 G-Dur D 887
5.12.2008: Die neue Cellotango CD Celloproject Eckart Runge und Jacques Ammon, eine Tango CD voller Emotionen.
Eine erstklassige Einspielung, der Geheimtipp für Kenner. Hier gibt es sie schon!
Das Doric String Quartett erhält den 1. Preis des Publikums für das beste Ensemble der Musikfestspiele Mecklenburg Vorpommern 2008
19.11.2008: neue Tonica Saite von Pirastro
In unserem Geigenbau Blog mehr darüber. Und bei uns sensationell der Preis: für einen Satz nur 18,47 Euro! einschl. Mwst.zzgl.Versandkosten
08.11.2008 17.30 Schwerin Schloßkonzerte Ahnengalerie anl. des 70. Jahrestages der Reichsprogromnacht) "Zeitzeugen hören - Brücken bauen" Rosenbusch-Quartett & Thomas Gärtner Schlagzeug: A.von Zemlinsky Streichquartett Nr. 1 A-Dur P.Haas Streichquartett op.7 "von den Affenbergen"
31.10.2008 20°° Uhr Theater Combinale Lübeck Amaryllis Quartett mit Jens-Peter Mainz, Cello Frid: Quartett "Fugues" Schubert Streichquartett Es-Dur D87 und Streichquintett C-Dur D956
16.10.2008 20°° Uhr Kammermusiksaal der Musikhochschule Lübeck mit Studierenden der Klasse Prof. Barbara Westphal
Wir drücken den Teilnehmern, die auf ihren Uilderks-Instrumenten den diesjährigem ARD-Wettbewerb im Bereich Streichquartett und Viola bestreiten, die Daumen.
In meinem Blog (Geigenbau-Blog) gibt es interessante Neuigkeiten. Produkte, Tipps aus der Geigenbau Werkstatt. Neueste Themen: Stege für Geigen, Cellodiebstahl,Provisionen im Geigenbau,GPS Signal zum Auffinden von gestohlenden Instrumenten und vieles mehr vom Geigenbau.
Neu: es gibt jetzt den ersten Geigenbau-Blog. Interessante Meinungen, Neuigkeiten aus dem Geigenbau und der Streicherszene sowie Produktneuigkeiten. Ihre Meinungen sind im Blog gefragt.
John Myerscough hat mit seinem Doric String Quartet den 1.Preis vom 6th Osaka International Chamber Music Competition 2008 gewonnen und den 2.Preis im internationalen Streichquartett-Wettbewerb Premio Paolo Borciani 2008 und das Amaryllis Quartett gewinnt auf diesem Wettbewerb einen Sonderpreis
Artemis-Quartett in ARTE am 24.06.2008 08:00 - 08:45 und in Hessen 3 am 06.07.2008 07:45 - 08:30 mit Ludwig van Beethoven: Streichquartett f-Moll op. 95; György Ligeti: Streichquartett Nr. 1, "Métamorphoses nocturnes"
Die neue CD des Amaryllis-Quartetts Fantasia Tropica
mit Streichquartetten von Géza Frid mehr dazu in unserem Shop und auf dieser Seite
Sonntag 18.5. 2008 Lübeck
Amaryllis-Quartett
19.30 Uhr Großer Saal Musikhochschule
Veranstaltung Verein Freunde der Kammermusik VFK
Béla Bartók: Streichquartett Nr. 5 (komp. 1934)
Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll, op. 51/2
M u s i k h o c h s c h u l e L ü b e c k
Mo 21.4.08 | 21 Uhr | Kammermusiksaal
Mu s i k f ü r V i o l a
im Rahmen der Diplomprüfung
Jan Grüning Viola, Klasse Prof. Barbra Westphal
Christian Ruvolo Klavier
Rebecca Clarke (1886-1979)
Sonate für Viola und Klavier
Impetuoso – Poco agitato | Vivace | Adagio – Allegro
Krzysztof Penderecki (*1933)
Cadenza per viola sola (1984)
Astor Piazzolla (1921-1992)
Le Grand Tango (arr. für Viola und Klavier)
Tempo di Tango | Meno mosso | Piu mosso
Eintritt frei
Hier geht es zu unserem News-Archiv!
July 28. 2010 10:54:17
Tipps und Tricks im Geigenbau
Welche Saite für mein Instrument?
Wir baute Stradivari eigentlich seine Instrumente?
Mein Bogen haart und greift nicht mehr
Wirbelleiden schlägt auf die Stimmung
Mein Instrument glänzt nicht mehr
Mein Griffbrett ist abgefallen
Unerklärliche Lackbeschädigungen
Mein Bogen lässt sich nicht mehr spannen
Probleme des Winters
Der kalte Winter und die dadurch entstehende trockene Heizungsluft machen den Instrumenten so zu schaffen, dass Risse und offene Instrumente zu den häufigsten Reparaturen in den Wintermonaten in unserer Geigenbauwerkstatt zählen. Dazu kommen natürlich auch z.T. starke klangliche Veränderungen des Instrumentes.
Folgende Tipps kann ich anbieten:
Klopfen Sie regelmäßig den Randbereich des Instrumentes mit dem Fingerknöchel ab. Sollte hier irgendwo ein offene Stelle sein, werden Sie dies sofort am knisternden Geräusch bemerken.
Kaufen Sie einen sog. Dampit,
einen Kunststoffschlauch, der feucht ins Innere des Instrumentes gehängt wird ( ab 9.10 Euro).stradivarishop
Wichtig dabei ist, dass Sie diesen immer vor dem Gebrauch mit einem Handtuch ausdrücken, um zu gewährleisten, dass kein Wasser ins Instrumenteninnere tropfen kann. Bei sehr trockener Luft werden Sie erstaunt sein, wie schnell die Feuchtigkeit aus dem Dampit wieder verschwunden ist.
Man unterscheidet im Prinzip vier Arten von Saiten:
- Reine, nicht umsponnene Darmsaiten braucht man auf Instrumenten, mit denen Musik historischer Aufführungspraxis. gepflegt wird. Bekannte Hersteller: Fa. Pirazzi und Fa. Kürschner
- Umsponnene Darmsaiten besitzen einen Darmkern, der mit verschiedenen Metalldrähten umsponnen ist (in der Regel Silber und Aluminium). Die höchste umsponnene Darmsaite ist die a -Saite . Die e-Saite ist immer eine Stahlsaite. Ausnahme siehe 1). Die Fa. Pirazzi stellt die bekannten Marken Eudoxa und Oliv her.
- Umsponnene Stahlsaiten verfügen über einen Stahlkern, der mit Metall umsponnen ist. Bekannter Hersteller: Fa. Thomastik mit der Spirocore oder Superflexibel-Saite, Jargar und Larsen stellen auch Cellosaiten her.
- Umsponnene Kunststoffsaiten haben einen Kunststoffkern, der ebenfalls mit Aluminium bzw. Silber umsponnen ist. Hersteller: Thomastik mit der Dominantsaite, Pirazzi mit Tonica/Obligato und Evah.
Welche Saite für welches Instrument ?
Es lässt sich keine generelle Aussage über die Zusammenstellung von Saiten sagen. Für jedes Instrument müssen Saiten probiert und optimal aufeinander abgestimmt werden.
Jede der o.g. Saitenarten hat Ihre Vor- und Nachteile:
- Die umsponnene Darmsaite (z.B. Eudoxa und Oliv) zeichnet sich durch einen sehr edlen und kraftvollen Ton aus, reagiert aber unter Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen mit Verstimmen. Besonders die g- und d- Saiten werden bei Geigen sehr viel gespielt und oft mit Stahl- und umsponnenen Kunststoffsaiten kombiniert.
- Die Stahlsaite ist bei den unteren Saiten der Violine die Anfängersaite, sie ist robust und hält sehr gut die Stimmung. Als Nachteil ist der oft metallene Ton zu nennen.
- Bei Cellisten und Kontrabassisten ist die umsponnene Stahlsaite die erste Wahl. Großer voluminöser Ton und Haltbarkeit zeichnen diese Saiten aus. Oft werden bei guten Cellisten folgende Saiten verwendet: c und g Spirocore Wolframumspinnung, a und d Saite Larsen oder Jargar. Larsen und auch Pirastro haben in den letzten Jahren auch sehr gute Alternativen zu den früher bei g und c Saite unangefochtenen Spirocore-Saiten entwickelt. Bei Larsen seien vor allem die neuen Wirecore g und c und bei Pirastro die Evah-Pirazzi-Saiten erwähnt.
- Die Kunststoffsaite stellt einen Kompromiss zwischen Darm und Stahl dar. Ihr Klang tendiert in Richtung Darmsaite und hält gut die Stimmung.
Gerne können Sie bei uns eine unverbindliche "Saitenberatung "bekommen . Oft haben wir sogar Probiersaiten , die kostenlos getestet werden können.
Wirbelleiden und Stimmung
Immer wieder passiert es, dass entweder ein Wirbel so fest sitzt, dass er sich kaum bewegen lässt oder dass er rutscht und die Stimmung nicht hält. Ein gut funktionierender Wirbel muss zunächst einmal einige Voraussetzungen erfüllen:
- Er muss sehr gut passen. Die Löcher im Wirbelkasten werden in einem gleichmäßigem Konus geschnitten, in den der Wirbel sehr genau angepasst werden muss.
- Ein Wirbel will bewegt werden. Da die Wirbelseife hygroskopisch ist (sie zieht Wasser an), reagiert der Wirbel auf unterschiedliche Luftfeuchtigkeit durch veränderte Laufeigenschaften.
- Ein Wirbel braucht Pflege.
Dazu einige Tipps:
- Besorgen Sie sich reine Kernseife (möglichst schon älter) und normale Tafelkreide.
- Entfernen Sie eine(!) Saite und reinigen Sie den Wirbel vorsichtig mit etwas Spiritus, vermeiden Sie dabei unbedingt jegliche Berührung mit dem Lack Ihres Instrumentes. Reiben Sie jetzt kräftig den Wirbel mit der Kernseife ein .
- Drehen Sie nun den Wirbel mehrfach in seinem Loch. Die Lauffläche des Wirbelkastens muss sich völlig rund am Wirbel abzeichnen. Ist dies nicht der Fall, passt der Wirbel nicht gut genug und muss unbedingt durch Ihren Geigenbauer nachgepasst werden. Wiederholen Sie das Einreiben mit Seife und das Drehen so oft, bis der Wirbel sehr leicht und geschmeidig läuft.
- Jetzt kommt die Tafelkreide an die Reihe. Reiben Sie die Lauffläche des Wirbels mit der Kreide ein und drehen Sie ihn mehrmals. Wiederholen Sie dieses so lange, bis der Wirbel fest, aber ohne zu ruckeln läuft.
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Ziehen Sie jetzt die Saite wieder auf (beachten Sie dabei die Stegneigung s.o.) und widmen sich dem nächsten Wirbel in gleicher Reihenfolge.
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NEU: Hier eine Anleitung mit Fotos !!
Hilfe, mein Bogen haart und greift nicht mehr !
Wenn man das Gefühl hat, dass immer mehr Kolophonium nötig ist, um die Saite zum Schwingen zu bringen, liegt es meistens daran, dass die Haare abgespielt sind.
Unter dem Mikroskop kann man am Bogenhaar deutlich kleine Schuppen erkennen, die dann in Verbindung mit dem Kolophonium die Saite zum Schwingen anregen. Je nach Spieldauer und Intensität werden diese Häkchen durch die mechanische Reibung abgenutzt. Selbst wenn noch alle Haare vorhanden sind, der Bogen muss neu behaart werden.
Die Behaarung eines Bogens erfordert äußerste Sorgfalt. Die Wandstärke am Kopf des Bogens und am Frosch ist sehr gering und verträgt keine zusätzliche Belastung. Die Bogenhaare werden nach dem Zusammenbinden nur mit Holzkeilen in den dafür vorgesehenen Kästchen am Frosch und Kopf festgehalten. Diese Holzkeile werden nicht eingeleimt und müssen vom Geigenbauer oder Bogenbauer sehr genau eingepasst werden.
Schlecht passende Keile bergen nicht nur die Gefahr, dass alle Haare auf einmal herausfallen können, sondern, dass im schlimmsten Fall Kopf und Frosch reissen. Das kann ggf. die Zerstörung des Bogens bedeuten. Deshalb vertrauen Sie Ihren Bogen nur dem versierten Geigenbauer an. Wenn Sie den Bogen mit den neuen Haaren zurück erhalten, schauen Sie mit kritischem Blick die gefährdeten Stellen an und weisen Sie Ihren Geigenbauer sofort auf evtl. Mängel hin.
Meine Geige glänzt nicht mehr
Tipps zur Behandlung von Lack auf Geige und Bögen
Sie sollten Ihr Instrument und mögl. auch die Bogenstange nach jedem Spiel mit einem weichen, fusselfreien Tuch abwischen. So erhalten Sie Ihren Lack und eine weitergehende Reinigung ist nur selten erforderlich. Hat sich der Kolophoniumstaub mit dem Lack verbunden, fühlt sich dieser sehr rauh an und sieht matt aus.
Achtung ganz neu: Anleitung mit Fotos zum Geigenreinigen!
Dann kann eigentlich nur noch der Geigenbauer helfen, denn käufliche Reinigungsmittel dienen nur der Pflege von Lack. Sie können verkrustete und rauh gewordene Lacke nicht mehr auffrischen. Ein neues Tuch, das Miracle-Tuch hilft allerdings auch bei hartnäckigen Verschmutzungen, ohne den Lack anzugreifen. Dieses Problem wird auch in unserem Forum ausführlich besprochen. Dort finden Sie auch eine genaue Erklärung und Anweisung, wie Sie das Tuch benutzen können.
Ein häufiges Problem sieht man an der sogenannten Handstelle an der oberen Diskantzarge. Durch den Handkontakt greift sich der Lack ab und Schweiß kann in die Verbindung von Decke/ Boden und Zarge eindringen und zum Aufgehen der Geige in diesem Bereich führen. Auch der Holzgrund leidet sehr unter dem Eindringen von säurehaltiger Feuchtigkeit. Hier muss nach einer gründlichen Reinigung ein neuer Lackaufbau erfolgen und u.U. eine Spezialfolie angebracht werden.
Hilfe, meine Geige klappert!
Oft kommen Kunden in unsere Geigenbauwerkstatt, die an ihren Instrumenten diverse ungewollte Geräusche hören wie Schnarren, Klappern, Sirrtöne etc...
So können Sie zunächst selbst versuchen, deren Ursachen zu finden:
Das Geräusch lokalisieren:
- Bei einem metallenen Sirren liegt die Ursache oft in einer defekten Saitenumspinnung. Dies kann z.B. durch einen Schrumpfungsprozeß des Saitenkerns entstehen.
- Überprüfen Sie die Obersattelkerben:

Liegt die Saite nicht vollständig in der Kerbe, kommt es zu Eigenschwingungen in diesem Bereich. Wenn Sie die Saite fest in die Kerbe drücken und das Nebengeräusch verschwindet, haben Sie die Ursache gefunden.
- Der Feinstimmer hat eine Schraube locker:
Sollte das Geräusch immer noch zu hören sein, sehen Sie sich einmal die Feinstimmer an. Sind sie fest montiert oder lassen sich die Rändelmuttern zur Befestigung am Saitenhalter noch fester ziehen? Liegt der Kinnhalter auf dem Saitenhalter auf?
- Meine Geige öffnet sich:
Es kann aber auch sein, dass das Instrument offene Stellen hat. Als erstes empfehlen wir, dass der Spieler mit dem Fingerknöchel sein Instrument zunächst im Randbereich vorsichtig abklopft und dabei versucht, anhand knisternder Geräusche, offene Stellen am Instrument zu lokalisieren. Sollte er damit Erfolg haben, muss das Instrument zur Untersuchung zum Fachmann gebracht werden, der die offenen Stellen in der Regel ohne größeren Aufwand leimen kann.
Schwerwiegendere Ursachen stellen offene Risse an Decke, Boden oder Zargen dar. Auch hier kann man durch vorsichtiges Klopfen oder sorgfältiges Beobachten des oder der Risse genauere Aufschlüsse bekommen .
Im letzteren Fall wird allerdings eine Reparatur aufwendiger und damit auch Kosten intensiver werden.
- Kleidung, Schmuck und Geräusche
Treten die Nebengeräusche nur auf, wenn Sie persönlich auf dem Instrument spielen, empfehlen wir, sich nach und nach der Oberbekleidung zu entledigen, denn schon oft waren auch Knöpfe, Reißverschlüsse etc.. die Ursache für die merkwürdigsten Geräusche.
Mein Griffbrett ist abgefallen, was muss und was darf ich machen ?
Als erstes müssen Sie alle Saiten lockern und den Steg herunternehmen. Anderenfalls wird sich der Hals verziehen, da er die Saitenspannung allein nicht halten kann.
Unterdrücken Sie auf jeden Fall den Drang, in Ihrem Hobbykeller nach Klebstoff zu suchen und selbst Hand anzulegen. Im Geigenbau wird Heißleim verwendet, der sich für spätere Reparaturen wieder lösen lässt. Auch die exakte Ausrichtung des Griffbretts ist spieltechnisch und klanglich von so großer Bedeutung, dass der Selbstversuch fast immer immense Folgekosten nach sich zieht.
Auf meiner Geige entstehen an der unteren Deckenhälfte immer unerklärliche Lackbeschädigungen.
Überprüfen Sie einmal, ob der Bogenfrosch die Decke Ihrer Geige berührt, wenn Sie die Geige in das Etui legen und den Deckel schließen. Oft sind auch die Bogenhalterungen im Etui schadhaft.
Sind die Beschädigungen in der Nähe oder unter dem Saitenhalter, müssen Sie kontrollieren, ob evtl.. die Feinstimmer zu weit heruntergedreht sind und die Decke beschädigen. Sie sollten das Gewinde der Feinstimmer so kürzen (lassen), dass diese auch bei maximaler Eindrehung die Decke nicht berühren können.
Der Steg
NEU:
Wenn sie das Aufschneiden eines Steges sehen wollen: Wir haben es hier genau beschrieben. Der Steg ist ein wichtiger Bestandteil, der die Schwingungen von der Saite auf den Korpus des Instrumentes überträgt. Daraus leitet sich schon seine große Bedeutung für den Klang eines Instrumentes ab. Für den Steg nimmt man abgelagerten Ahorn mit deutlicher Maserung (s.Abb.). Durch gezielte Auswahl von hartem oder weicherem Holz kann der erfahrene Geigenbauer den Klang eines Instrumentes verbessern.
So passt zu einem scharf klingenden Instrument eher ein weicheres Holz mit höheren Dämfungseigenschaften.
Ganz wichtig ist die hundertprozentige Paßgenauigkeit der sog. Stegfüße auf die Decke. Ist diese nicht gewährleistet, kommt es zu Störungen in der Schwingungsübertragung.
Die Form der Ausschnitte, die Holzdicke an den verschiedenen Stellen des Steges geben dem/der Fachmann/-frau Möglichkeiten zu weiteren Klangkorrekturen. Überprüfen Sie selbst immer die Position des Steges. Er sollte möglichst genau zwischen den Kerben der f-Löcher stehen und von der Seite gesehen senkrecht (mit der zum Saitenhalter zeigenden Seite) zum Zargenkranz stehen. Durch das viele Stimmen neigt der Steg dazu, sich zu verziehen, daher sollte ca. 1 mal pro Woche die Position überprüft und ggf. korrigiert werden (wie, zeigt Ihnen Ihr Geigenbaumeister).
Unterschiede zwischen der heutigen und Stradivaris Handwerkstechnik
Die Holzbearbeitung im Geigenbau unterscheidet sich in keiner Weise und auch das " Innenleben " einer Stradivari ist mit einem heutigen Instrument durchaus vergleichbar. Dazu muss man wissen, dass sich fast alle Instrumente aus der Zeit bis etwa 1820 nicht mehr im originalen Zustand befinden. Sie mussten vielfältige Umbau- oder Modernisierungsarbeiten über sich ergehen lassen und klingen heute bestimmt deutlich anders als zu Stradivaris Zeiten.
Die Geigen von Stradivari hatten alle einen kürzeren Hals, der nicht in den Oberklotz eingelassen war, sondern aufgesetzt wurde. Zur Absicherung wurde er vom Korpusinneren zusätzlich mit Nägeln befestigt. Daraus läßt sich ein weiterer Unterschied ableiten: Da eine Absicherung des Halses von der Innenseite des Korpus erfolgte, musste der Hals vor dem Aufleimen der Decke aufgesetzt werden.
Den Baßbalken machten Stradivari und seine Zeitgenossen sehr viel zierlicher. Der Steg war niedriger, und seine Höhe bestimmte allein ein stark keilförmiges Griffbrett. Griffbrett und Saitenhalter wurden furniert, d.h. auf ein leichtes Kernholz wurde eine dünne Schicht Hartholz aufgeleimt.
Einen wichtigen Unterschied stellt die Besaitung der Instrumente dar, denn man spielte ausschließlich Darmsaiten. Somit kann man sagen, dass sich in einigen Teilbereichen die Reihenfolge der Arbeitsabläufe geändert hat. Diese Änderungen sind aber heute auch an allen im modernen Konzertbetrieb benutzten Instrumenten aus Stradivaris Zeit eingebaut worden, so dass sich eine Stradivari in erster Linie durch ihr Alter und durch ihren Preis von einem erstklassigen modernen Instrument unterscheidet.




Hilfe, meine Geige klappert